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Geschichte

In Rötenberg, das vom Pietismus, einer Pfingstgemeinde und dem neuapostolischen Glauben geprägt ist, schien kein Boden vorhanden zu sein, um eine Fasnet wachsen zu lassen. Trotz ungünstiger Voraussetzungen wurde in Rötenberg 1992 die “Brotberghexen-Zunft” gegründet. Der Anstoß dazu mag, wie in anderen Orten auch, von außen gekommen sein.

Die Brotberghexen tragen zur schwarzlasierten Larve, an deren Schläfen je ein Fuchsschwanz hängt, als Haare einen Roßschweif samt einem 50 Zentimeter hohen schwarzen Spitzhut, der rot gefüttert ist. Über einem schwarzen Pullover flattert ein schwarz-roter Umhang, zu dem ein roter Rock getragen wird, der durch eine kleine Schürze aus Schaffell und einen Fuchsschwanz ergänzt wird. Dazu gehören Ringelstrümpfe und die obligaten Strohschuhe.
 

Eine weitere Rötenberger Fasnetfigur ist der “Bäcker”. Das Bäckerkostüm entspricht der normalen Arbeitskleidung der Bäcker. Die Rötenberger Bäcker tragen eine sehr hell gefaßte Holzlarve und einen mächtigen, ausgestopften Bauch. Die Larve zeigt ein grob karikiertes Männergesicht mit fingerdicken Augenbrauen und über die Nasenspitze schielenden Augen. Der zu einem Grinsen geöffnete Mund zeigt die Zunge und reicht fast von Ohr zu Ohr. Unter einer Bäckermütze, an der ein grauer Lockenkranz befestigt ist, blickt eine Stirnglatze hervor. Die Bäcker haben einen Korb dabei, aus dem sie mit einer Mini-Backschaufel Brot an die Umstehenden verteilen. Gelegentlich erhält ein vorwitziger Fastnetsgast mit diesem Instrument auch einen herzhaften Klaps auf sein Hinterteil.

 

Die Bäckerfigur nimmt auf bedeutsame Gestalten der Rötenberger Geschichte Bezug, nämlich auf die “Schäufler”. Diese waren Getreidehändler, die zwei- oder mehrspännig mit ihren schweren Fruchtwagen über weite Strecken fuhren und dabei glänzende Geschäfte machten. Mit prall gefüllter Geldkatze um den Bauch wurde die Heimreise angetreten und dabei in ganz bestimmten Wirtshäusern eingekehrt. Die Schäufler liebten eine guten Trunk und ebenso das Brot. So ist überliefert, daß beim Kommen der Schäufler in den Wirtshäusern gerufen worden sei: “Brot her, d’ Raiteberger kommed!” Der wirtschaftliche Aufschwung Rötenbergs durch die Schäufler begann um 1830 und endete in den 1850er Jahren mit Not und Elend.

 

Der Narrenruf lautet “Brotberg - Hexa” und
bei den Bäckern “Doag - Kneter”.

 

 



Rötenberg besitzt einen eigenen Narrenmarsch:
Narrenmarsch.pdf
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S'goht dagäga!

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